Das Produkt

Labfolder ist ein elektronisches Laborbuch (ELN), das Wissenschaftlern als papierlose Lösung dienen soll, um ihre Erkenntnisse festzuhalten und die Forschung ihrer Abteilung zu skalieren. Über viele Jahre hinweg haben Labore weltweit aus den unterschiedlichsten Bedenken den Schritt zur Digitalisierung nicht gewagt. Doch in einer Zeit, in der Wissenschaft skaliert und Wissen innerhalb der Labore zugänglich gemacht wird, spielt Labfolder eine wichtige Rolle: Es macht das Dokumentieren von Erkenntnissen so einfach und flexibel wie möglich und hält dabei alle Daten sicher.

Technisch gesehen ist Labfolder eine webbasierte Anwendung, die Wissenschaftlern hilft, ihre Daten zentral zu verwalten und gleichzeitig gemeinsam daran zu arbeiten. Das spezialisierte Format des ELN ermöglicht es, jedes im Labor benötigte Dateiformat hochzuladen und darzustellen – darunter auch große, hochauflösende Bilder von Mikroskopen und anderen Laborgeräten. Damit ist es ein leistungsstarkes Werkzeug, mit dem in der Forschung kein Detail verloren geht.

Hier einige Screens zum schnellen Durchblättern:

Überblick

Firma Labforward GmbH
Produkt Webanwendung für ein elektronisches Laborbuch (ELN)
Team Abteilung Product & Engineering → Produktteam
Rollen Senior Product Designer I; Product Owner, UX Designer
Umfang UX, UI, Designsystem, Informationsarchitektur; Produktspezifikationen
Tools Figma, UXPin, Illustrator; Jira
Zeitraum Nov. 2019 – Juni 2022

Von 2015 bis 2022 war ich als einzige Designerin im Team für die Neugestaltung von Labfolder verantwortlich.

Der erste Meilenstein war die Neugestaltung des Notizbuchs. Dazu gehörten:
• Neugestaltung der User Experience und der Benutzeroberfläche, einschließlich Durchsuchen, Filtern, Erstellen, Ausblenden und Teilen von Einträgen.
• Konzeption von Grund auf neuer Funktionen wie eines WYSIWYG-Texteditors mit LaTeX-Unterstützung, einer Integration eines Tabelleneditors mit Unterstützung komplexer Formeln, eines integrierten Werkzeugs zum Zeichnen chemischer Strukturformeln für die Chemie, eines selbst entwickelten Mechanismus zum Hochladen und Anzeigen von Dateien sowie eines selbst entwickelten Mikrotiterplatten-Editors für die Biologie, der mit Laborgeräten zum Auslesen von Well-Platten verbunden werden kann.

Der zweite Meilenstein war die Neugestaltung der kollaborativen Funktionen des ELN, die auf berechtigungsbasierten Regeln beruhten. Dazu gehörten:
• Neugestaltung der Gruppenverwaltung
• Neugestaltung der Projekt- und Vorlagenverwaltung
• Neugestaltung des Datenexports und der zugehörigen Nutzererfahrung

Geschäftliche Wirkung

Eine der Kennzahlen, mit denen die Wirkung der Neugestaltung auf Geschäftsebene gemessen wurde, war der Anstieg der aktiven Nutzer im Quartal der Veröffentlichung:

💳 Registrierte Nutzer

50.919 im Q3 2022

gegenüber 50.716 im Q2 2022

🔑 Aktive Nutzer

48.233 (94,72 %) im Q3 2022

gegenüber 42.103 im Q3 2022

Unter anderem waren Wissenschaftler und Forscher folgender Einrichtungen registriert und aktiv: Anchor Diagnostics GmbH, BIH – Berlin Institute of Health, Ceva Animal Health, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Daiichi Sankyo, Ichor Life Sciences, Inc., ISTA – Institute of Science and Technology Austria, Johns Hopkins University, Geistlich Pharma AG, LMU – Ludwig-Maximilians-Universität München, MPG – Max-Planck-Gesellschaft, Novalix, Olix Pharmaceuticals, Technische Universität Chemnitz, UKE – Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Wirkung für die Nutzer

👍🏻 Einfachere Erfassung von Labordaten

Dank eines neuen, aufgeräumteren und flexibleren Layouts berichteten Wissenschaftler und Forscher, dass sich die Dateneingabe und das Anpassen des Layouts deutlich verbessert hatten.

👌🏻 Übersichtlichere Organisation von Projekten, Vorlagen und Ordnern

Das Erstellen und Verwalten von Ordnern, Vorlagen und Projekten wurde durch ein verbessertes Designsystem übersichtlicher, da sich Buttons mit Text im Laboralltag als hilfreicher erwiesen. Außerdem wurden die Abläufe vereinfacht, sodass weniger Klicks nötig sind.

🔎 Leichteres Auffinden von Einträgen und eigenen Informationen

Durch die neue Navigation zwischen Einträgen empfanden die Nutzer ihre Einträge als leicht zugänglich, sodass sie direkt weiterarbeiten konnten, ohne danach filtern oder suchen zu müssen.